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Erstflug der Mü 31

Fr, 15. Sep 2017

Segelflugzeug Eigenbau hebt in Königsdorf ab

Die Mü 31 beim Start zu ihrem Jungfernflug in Königsdorf Dicht umlagert von Reportern der Presse und des Fernsehens war Johannes Achleitner, der am Freitag den Erstflug mit der Mü 31 durchführte. Die Mü 31 bei ihrem Erstflug, der am Freitag am Segelflugzentrum Königsdorf aus stattfand. Mü 31 bei ihrem Erstflug neben dem Motorflugzeug Mü 30 Schlacro, ebenfalls ein Prototyp der Akaflieg Die Mü 31 beim Start zu ihrem Jungfernflug in Königsdorf

Am Freitag den 15.09.2017 stand am Segelflugzentrum Königsdorf ein ganz besonderes, nicht alltägliches Ereignis an. Die Mü 31 hob das allererste Mal zu ihrem Jungfernflug ab. Die Mü 31 ist ein einsitziges Hochleistungssegelflugzeug mit 15 Metern Spannweite und Wölbklappen. Das besondere an ihr: Sie wurde vollständig von Münchner Studentinnen und Studenten konstruiert und gebaut.

Die Mü 31 entstand nicht etwa in einer Lehrveranstaltung unter Anleitung eines Professors, sondern ausschließlich durch Studierenden, die sich freiwillig in einer studentischen Gruppe, der Akaflieg München, engagieren. „Akaflieg“ steht für "Akademische Fliegergruppe" und unter dem Motto "Konstruieren, Bauen und Fliegen" wurden dort seit 1924 schon 31 Prototypen entwickelt. Zur Zeit sind ca. 40 Studentinnen und Studenten in der Akaflieg aktiv, die sich leidenschaftlich für den Flugzeugbau interessieren und neben ihrem Studium schon praktische Erfahrungen sammeln wollen. Unterstützt werden sie von Sponsoren aus der Industrie, ehemaligen Mitgliedern sowie der TU München und der Hochschule München.

Die Mü 31 wurde von ihrer ersten Idee vor 20 Jahren bis hin zur Fertigstellung des Baus von mehreren Generationen vorangetrieben. Im Vergleich zu konventionellen Segelflugzeugen zeichnet sich die Mü 31 durch einen aerodynamisch optimierten Flügel-Rumpfübergang sowie einen dreiteiligen Flügel in Schulterdeckerkonfiguration aus.

Den Erstflug hat Johannes Achleitner, ein ehemaliges Mitglied der Akaflieg München, durchgeführt. Er hat in seinem Studium 6 Jahre aktiv am Bau der Mü 31 gearbeitet und ist ein sehr erfahrender Pilot und Fluglehrer. Zur Zeit promoviert Johannes Achleitner an der TU München am Lehrstuhl für Leichtbau.

Das studentische Team ist stolz die Mü 31 nun endlich in der Luft zu sehen und sie der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Mit den Ergebnissen der ersten Flüge sind die Studierenden mehr als zufrieden. Und obwohl nach dem Erstflug noch viel Arbeit im Rahmen der Flugerprobung der Mü 31 anfällt, haben die ambitionierten Studenten schon ein Nachfolgerprojekt, die Mü 32. Dabei handelt es sich um ein Segelkunstflugzeug, welches für den Kunstflugwettbewerb der "Unlimited"-Klasse optimiert werden soll.

Bilder 3 und 4 von Oliver Betz

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